Emissionen und Ressourceneinsatz im Fokus
Um Emissionen zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, wo sie entstehen. Deshalb erstellen wir einmal im Jahr eine CO₂-Bilanz, die uns Aufschluss darüber gibt, was die Haupttreiber unseres CO₂-Ausstoßes sind. Daraus lassen sich dann Maßnahmen ableiten.
Unsere CO₂-Bilanz 2025 im Überblick
Insgesamt haben wir in unserer Treibhausgas-Bilanz 1.067.500 Tonnen CO₂-Äquivalente (t CO₂e) berechnet. Die Grafik zeigt deutlich die extrem ungleiche Verteilung der Emissionen auf die verschiedenen Scopes. Als reines Handelshaus sind die Emissionen für Wärmeversorgung und Strom vergleichsweise gering, der Schwerpunkt liegt klar auf Scope 3. Was steckt jedoch genau hinter den einzelnen Werten? Was genau hinter den einzelnen Werten steckt, ist im nachfolgenden Text zu den jeweiligen Scopes zu finden.
Scope 1 – direkte Emissionen
Insgesamt macht Scope 1 mit 436 t CO₂e nur 0,04 Prozent unserer Gesamtemission aus. Der Hauptteil davon ist der Wärmeversorgung mit Erdgas (64 Prozent) zuzuordnen. Die größte Liegenschaft der Unternehmenszentrale wird aktuell umfassend saniert und die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt. Zweiter Treiber von Scope 1 ist der Brennstoff Diesel mit 23 Prozent. Hier handelt es sich um einen Dienstwagen sowie zwei Lieferfahrzeuge.
Scope 2 – indirekte Emissionen
In Scope 2 werden der Strombezug sowie das Laden von Elektrofahrzeugen im Fuhrpark betrachtet. Knauber nutzt seit 2020 Strom aus erneuerbaren Energien. Nach den Bilanzierungsregeln des GHG Protocol wirkt sich dies auf die Berechnung der Scope-2-Emissionen aus. Gegenüber einer Berechnung auf Basis des bundesweiten Strommixes ergibt sich für 2025 eine Differenz von 637,4 Tonnen CO₂e.
Scope 3
Mit 99,96 Prozent macht Scope 3 den mit Abstand bedeutendsten Teil der Treibhausgas-Bilanz aus. Davon fallen 78,8 Prozent allein auf die Nutzung der verkauften Produkte durch unsere Kundinnen und Kunden. Bezogene Waren und Dienstleistungen für die eigene Geschäftstätigkeit machen 17,4 Prozent aus, 0,9 Prozent werden durch den nachgelagerten Transport der eigenen Ware verursacht. Alle weiteren Scope-3-Kategorien liegen jeweils unter 1 Prozent der Emissionen. Für die Reduktion der Gesamtemission von Knauber liegen die größten Hebel damit eindeutig in der strategischen Planung des eigenen Produktportfolios und der gezielten Ansprache und Beratung der Kundinnen und Kunden hin zu erneuerbaren Energie-Lösungen.
Ein Ausschnitt aus unseren Maßnahmen
Modernisierung unserer Produkte
Die Nutzung unserer verkauften Produkte ist der Haupttreiber unserer Treibhausgasbilanz – das zeigen die Zahlen deutlich.
Als Energieversorger sehen wir uns in der besonderen Verantwortung, den Wandel aktiv voranzutreiben. Deshalb sind wir als Unternehmen mitten in einem großen Transformationsprozess, der in großen Teilen unser Portfolio betrifft. Seit 2015 haben wir unser Produktportfolio schrittweise angepasst und das Angebot an erneuerbaren Energie- und Wärmelösungen ausgebaut. Unser Ziel ist es, den Anteil emissionsarmer Energielösungen in unserem Portfolio kontinuierlich zu erweitern. Welche alternativen Produkte wir anbieten, sehen Sie auf unseren Produkteseiten.
Energetische Sanierung unserer Liegenschaft mit begrünter Fassade
Das markante Knauber-Gebäude ist zum prägenden Teil des Stadtbildes am Einfallstor der Endenicher Straße in Bonn geworden. 2010, mit der Fertigstellung dieses Baus, fiel der Startschuss für die Sanierung der gesamten Knauber-Liegenschaft. Dazu gehören neben der Unternehmenszentrale mit Bestandsbau und Neubau an der Endenicher Straße auch die zur BAUHAUS genutzte Einzelhandelsfläche, die Feinkostmeile und das 2023 errichtete Parkhaus sowie das Knauber Facharztzentrum. Ab 2020 wurde ein integriertes Gesamtkonzept für die Entwicklung des gesamten Areals entwickelt. Das Ziel: die Reduktion der Emissionen des Standortes um 75 Prozent und die Schaffung von vielen zusätzlichen Nutzungen im Sinne der Quartiersentwicklung. Bis 2026 werden dafür insgesamt 17 Mio. Euro investiert.
In den Vorjahren sind bereits viele grundlegende Arbeiten von der Sanierung und Dämmung der Fassaden in den Dachflächen bis hin zur Installation eines Solarkraftwerks erfolgt. Und auch 2025 stand für das Knauber-Team Gebäudemanagement ganz im Zeichen der umfassenden Modernisierung. Auf den Dachflächen der Hallengebäude wurden weitere Photovoltaik-Module installiert. Mit der Fertigstellung der Anlage werden 4.000 Quadratmeter Modulfläche eine Gesamtleistung von fast 1,2 Megawatt erzeugen. Parallel dazu wurden Fassaden und Dachbereiche des Marktes energetisch saniert und mit hochwärmedämmenden Aufbauten ausgestattet. Die neue Polycarbonat-Fassade an den ehemaligen Gewächshäusern kombiniert eine hohe Lichtdurchlässigkeit mit sehr guter Wärmedämmung und trägt damit sowohl zur Energieeffizienz als auch zur Aufenthaltsqualität bei. Andere Fassaden haben mineralwollegedämmte WDVS-Systeme erhalten. Die Haupteingangsfassade zum BAUHAUS Baumarkt erhielt eine vorgehängte, hinterlüftete Holzfassade. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und wurde aufgrund seiner Materialeigenschaften sowie seiner natürlichen Optik und Haptik für das Projekt ausgewählt. Mit der integrierten Mineralwolldämmung in der Holzfassade können hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Brandschutz erfüllt werden.
In den Vorjahren sind bereits viele grundlegende Arbeiten von der Sanierung und Dämmung der Fassaden in den Dachflächen bis hin zur Installation eines Solarkraftwerks erfolgt. Und auch 2025 wurden große Meilensteine erreicht: Auf den Dachflächen der Hallengebäude wurden weitere Photovoltaik-Module installiert. Mit der Fertigstellung der Anlage werden 4.000 Quadratmeter Modulfläche eine Gesamtleistung von fast 1,2 Megawatt erzeugen. Parallel dazu wurden Fassaden und Dachbereiche des Marktes energetisch saniert und mit hochwärmedämmenden Aufbauten ausgestattet. Die neue Polycarbonat-Fassade an den ehemaligen Gewächshäusern kombiniert eine hohe Lichtdurchlässigkeit mit sehr guter Wärmedämmung und trägt damit sowohl zur Energieeffizienz als auch zur Aufenthaltsqualität bei. Andere Fassaden haben mineralwollegedämmte WDVS-Systeme erhalten. Die Haupteingangsfassade zum BAUHAUS Baumarkt erhielt eine vorgehängte, hinterlüftete Holzfassade. Mit der integrierten Mineralwolldämmung in der Holzfassade können hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Brandschutz erfüllt werden.
Ein besonderes Highlight ist die wandgebundene Fassadenbegrünung am Verwaltungsbau aus den 70er Jahren. Sie kann unter anderem zur Schalldämmung beitragen, Feinstaub aufnehmen und zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten.
Ökostrom
Bereits seit 2020 werden alle Knauber-Gebäude mit Ökostrom versorgt. Dadurch haben wir im Jahr 2025 rund 637 Tonnen CO₂e im Vergleich zur Nutzung von konventionellem Strom vermieden. Unser Ökostrom stammt vorrangig aus skandinavischer Wasserkraft.
Bewusstsein für Emissionen im Arbeitsalltag
Emissionen entstehen auch im Arbeitsalltag und können durch die Wahl von Alternativen häufig reduziert werden. Das beginnt bei der Beschaffung von Recyclingpapier-Produkten, reicht über den Kauf regionaler und zertifizierter Lebensmittel bis hin zur IT-Systemauswahl oder langfristigen Verträgen mit Partnern. Jede und jeder Knauber-Mitarbeitende ist angehalten, im eigenen Entscheidungsspielraum auf Nachhaltigkeit zu achten, neue Ideen einzubringen und ökologische Alternativen zu prüfen. Um mehr Hintergrundwissen zum Thema Klimawandel und CO₂ zu vermitteln, wurden 2024 und 2025 alle Mitarbeitenden mit dem E-Learning „Klimafakten“ in fünf Einzelmodulen sowie zwei Live-Veranstaltungen gezielt geschultDamit wollen wir das Bewusstsein für Treiber des Klimawandels schärfen.
Auszubildende als Energiescouts
Vier Studubis waren 2025 als Energiescouts auf der Suche nach Energiesparmöglichkeiten im Unternehmen unterwegs. Die „Energiescouts“ sind ein Projekt, das von der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ ins Leben gerufen wurde. Um die Rahmenbedingungen des Projekts kennenzulernen und Unterstützung bei der Ausarbeitung eines eigenen Klimaprojekts zu erhalten, nahmen die Nachwuchskräfte an zwei Workshops der IHK teil. Mit dieser Basis entschieden sie sich dazu, den Einbau eines Batteriespeichers bei einer bereits installierten PV-Anlage am Knauber-Waschpark zu prüfen und anzugehen. Ihre Berechnungen ergaben, dass so circa 1.861 Euro pro Jahr durch die Einspeisung der Energie in die Batterie gespart werden könnten. Nach etwa 12 Jahren würde sich der Einbau rechnen. Insgesamt ein tolles Projekt mit Lerneffekt und wirklichem Mehrwert für Unternehmen.
Mobilität: Fahrrad, ÖPNV und E-Autos
Knauber fördert Alternativen zum Pkw, um die Emissionen durch Pendelwege der Mitarbeitenden und Dienstfahrten zu verringern. Mit einem monatlichen Zuschuss von 20 Euro zum Deutschlandticket unterstützt Knauber deshalb die Nutzung des ÖPNV. Für kurze Wege zu Auswärtsterminen innerhalb Bonns steht das Dienstfahrrad „KnauBike“ zur Verfügung und kann von allen Beschäftigten frei genutzt werden. Wer selbst in ein Rad investieren möchte, kann über das Jobrad-Modell Fahrräder und E-Bikes leasen. An der Unternehmenszentrale gibt es einen abschließbaren Fahrrad-Raum, eine Reparaturstation für Fahrräder sowie Lademöglichkeiten für E-Bikes. Unser Fuhrpark wird aktuell auf E-Antriebe umgestellt. Wo konventionelle Antriebe aktuell noch sinnvoll sind, wird sehr auf effiziente Modelle geachtet. Aktuell gibt es 58 Dienstfahrzeuge, davon fahren 24 mit E-Antrieb. Mit aktuell 16 Ladepunkten sowie 11 vorgerüsteten Ladeplätzen im neuen Parkhaus ist Knauber auf die weitere Elektrifizierung vorbereitet.